Mitten im Gefühl – Jill Mansell

Jill Mansell, eine Autorin, die Romantik-Liebhaberinnen definitiv auf ihrer Liste haben sollten. Der neuste Roman war bereits mein Sechster der englischen Autorin und dementsprechend waren meine Erwartungen auch relativ hoch.

In “Mitten im Gefühl” geht es um die Landhaushotelbetreiberin Daisy MacLean, die ihr Leben gerne geordnet und strukturiert mag. Ihre Spezialität sind Hochzeiten, nicht ihre eigene, aber die von Kunden. Allerdings gerät Daisy bei einer Hochzeit mit dem Trauzeugen Dev aneinander. So sehr, dass dieser ihr länger im Gedächtnis bleibt, als sie sich eigentlich eingestehen will.

Der Klappentext sprach mich direkt zu 100 Prozent an. Hatte ich doch nach der Hochzeitsplanertriologie von Nora Roberts total Blut geleckt. Irgendwie kam ich in das Buch allerdings nicht so richtig hinein. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran es lag. Vielleicht an der kühlen Art der Protagonistin Daisy? Vielleicht aber auch an der Geschichte, die mich irgendwie nicht richtig fesselte. Die Figuren konnten mich alle nicht wirklich begeistern. Weder Daisys Angestellte Tara, die sich immer wieder in irgendeinem Schlamassel wiederfindet und auf der Suche nach dem richtigen Mann fürs Leben ist, noch Daisys Vater Hector, dem das Landhaushotel gehört und der gerne einmal ein Liedchen trällert, konnten mich richtig in ihren Bann ziehen. Der Verlauf der Geschichte erschien mir daher mitunter etwas langwierig und konnte mich abends nie wirklich zum Weiterlesen animieren (Was ich natürlich trotzdem getan habe). Einzig die Geschichte um Barney, den Sohn von Daisys verstorbenem Mann Steven, hat mir richtig gut gefallen, vor allem die Entdeckung, über seine Identität und die seiner neuen Freundin.

Fazit: Ein solides Buch, aber leider auch nicht mehr.