Mud Masters – Schlammschlacht deluxe

Ich bin wirklich keine große Läuferin und Schlammschlachten stehen auch nicht unbedingt ganz oben auf meiner To-do-Liste. Ob ich trotzdem noch mal wieder bei Mud Masters mitmachen würde? Sofort!

Als die Frage im letzten Jahr aufkam, ob ich gemeinsam mit unserem Niederrhein Nachrichten-Team bei Mud Masters mitmachen würde, überlegte ich nicht lange, sondern sagte spontan zu. Was an und für sich eher ungewöhnlich für mich ist, also nicht das spontane Zusagen, aber eher die Tatsache, dass ich bei einem Laufevent mitmache. Laufen und ich, das ist ein sehr ambivalentes Verhältnis. Früher zu Schulzeiten bin ich noch öfters joggen gegangen, seitdem meine Knie jedoch kaputt sind, lasse ich das lieber bleiben. Meist fühle ich mich beim Laufen auch einfach nicht wohl. Ich finde, ich sehe immer sehr unbeholfen aus, wenn ich so durch die Gegend jogge, aber gut. In diesem Fall war kein Platz für Eitelkeiten und erst mal war es eh noch ein halbes Jahr hin.

Mud Masters in Weeze

So ein halbes Jahr vergeht aber dann doch irgendwie schnell. In weiser Voraussicht (ich hatte mir Videos auf der offiziellen Internetseite angeschaut und war leicht panisch geworden), hatte ich mir sogar extra ein kleines Trainingsprogramm im Fitnessstudio zusammenschreiben lassen. Sicher ist sicher. Trotzdem war ich ein paar Tage vor Mud Masters schon nervös und fragte mich, warum zum Teufel ich mich darauf eingelassen hatte. Nun ja, kneifen galt nicht, also ging es am 5. Mai nach Weeze. Mit einem leicht nervösen Gefühl, aber auch jeder Menge Lust auf Action, ging ich also gemeinsam mit unserem NN-Team an den Start.

Es hat schon etwas, wenn man in einem Pulk von Menschen steht, die alle das gleiche Ziel, die gleiche Motivation haben. Irgendwie springt diese Stimmung zwangsläufig auf einen über und man will dann einfach nur noch loslegen. Dann ging es auch endlich los, die ersten paar Meter waren auch recht unspektakulär. Es ging über Heuballen erst mal ein großes Stück geradeaus – ich verfiel in leichte Panik, dass sich das mit dem Joggen jetzt so weiter durchsetzt und ich doch mehr laufen muss, als mir lieb ist. Info am Rande: dem war nicht so.

Rein in die Matsche. Foto: Rick de Does

Bereits nach kurzer Zeit ging es in die erste “Mud Zone”. Im ersten Moment war man noch echt etwas zaghaft, ob man sich jetzt wirklich volle Kanne mit den Anziehsachen in die Matsche werfen soll. Diese Bedenken hielten aber nur ungefähr zwei Sekunden. Innerhalb kürzester Zeit wird das Kind in einem wach und man hat einfach tierischen Spaß, sich durch den Matsch zu wälzen. So sieht man dann auch gleich nach der ersten Matschzone aus, aber hey, wofür ist man schließlich bei Mud Masters?

Offizielles Foto von Mud Masters

Das Joggen zwischen den verschiedenen Hindernissen, wir haben den 6-Kilometer-Lauf mit 14 Hindernissen gemacht, ist echt nebensächlich und war für mich gut zu absolvieren. Einige der Hindernisse sind wirklich sehr leicht zu bewältigen. So gab es zum Beispiel den Kindergeburtstagsklassiker Schubkarrenlauf als ein Hindernis. Aber auch große Mauern wie zum Beispiel bei den Stationen “Wood Climb” und “Thea Great Wall” mussten überwunden werden.

Hilfe naht überall – Gemeinschaftsgefühl bei Mud Masters

Insiderhinweis: Es gibt immer Menschen um euch herum, die euch helfen und zum Beispiel eine Räuberleiter anbieten. Das ist wirklich, wirklich Gold wert. Ebenso danke ich einem Unbekannten, der mir in der zweiten “Mud Zone” aus der – wortwörtlichen – Patsche half. Ich war so tief eingesunken, dass ich machen konnte, was ich wollte, ich kam nicht mehr raus. Ich sah mich schon die nächsten zwei Tage im Matsch liegen, bevor mich irgendwer beim Abbau wieder einsammelt, aber weit gefehlt: wenn ich etwas bei Mud Masters gelernt habe, dann, das überall helfende Hände nicht weit entfernt sind. Mag sich abgedroschen anhören, aber Gemeinschaft wird hier wirklich groß geschrieben.

Der Flyer. Foto: Rick de Does.

Respekt – und damit meine ich eigentlich eher gehörigen Schiss, hatte ich vor dem “Flyer”. Der Flyer ist eine Rutsche in zehn Meter Höhe, bei der man das letzte Stück weg katapultiert wird und durch die Luft ins Wasser fliegt. Von unten dachte ich, okay, das ist hoch, aber hey, das wird schon. Mit jeder Treppenstufe mehr dachte ich, bist du verrückt geworden? Wo ist die Möglichkeit, herunterzusteigen?! Nun ja, mitgehangen – mitgefangen.

Der “Flyer” als echte Herausforderung

Oben angekommen ging es dann auch recht schnell. Arme über Kreuz an die Brust, Beine zusammen, ein leichter Schubser einer Helferin und los ging es. Und wie! Am Anfang dachte ich naiverweise, dass ich bestimmt irgendwie bremsen kann. Pustekuchen. Mit immer schneller werdender Geschwindigkeit ging es runter und dann ins Wasser – oder besser gesagt, ins Matschwasser. Nachdem ich wieder herausgekrabbelt und mein Herzschlag sich beruhigt hatte, hatte ich dann aber trotzdem ein fettes Grinsen im Gesicht. Ich brauche das jetzt nicht unbedingt jeden Tag, aber es war schon eine tolle Erfahrung.

Wasserstationen gibt es en masse. Foto: Rick de Does.

Danach kamen dann auch nur noch 2 Hindernisse und das Ziel nahte. Was fast schon ein bisschen schade war. Ich hätte wirklich, so wohl von der Kondition her, als auch von der Laune, noch etwas weiter machen können. Ob ich im nächsten Jahr noch mal dabei bin? Ich vermute, die Frage könnt ihr euch selbst beantworten 😉 aber definitiv!

Titelfoto ebenfalls von Rick de Does! Ganz lieben Dank für die grandiosen Fotos!

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