Die Antwort auf Vielleicht – Hendrik Winter
Ein Taxifahrer, dessen Job darin besteht, Krebspatienten zur Chemotherapie zu fahren und eine an Krebs Erkrankte lernen sich kennen – und wagen zusammen ein letztes Abenteuer.
Bei dem Roman „Die Antwort auf Vielleicht“ von Hendrik Winter war es die Geschichte, die mich direkt in den Bann zog und zum Kauf bewegte. Noch nie habe ich darüber nachgedacht, wie es für einen Taxi- oder besser gesagt Krankenfahrer sein muss, Tag für Tag von sterbenskranken Menschen umgeben zu sein. Umso mehr interessierte mich die Geschichte von Adam und Jessi.
Die Geschichte
Adam fährt Patienten zu ihrer Chemo- oder Strahlentherapie. Manche Menschen sieht er wieder – manche nicht. Der Tod ist in seinem Auto ein stetiger Begleiter, was er oftmals mit schwarzem Humor betrachtet, weswegen er aber auch schon öfters darüber nachgedacht hat, seinen Beruf an den Nagel zu hängen. Gemacht hat er es aber nicht, da er das Geld für seinen Traum braucht: die Besteigung des Chimborazo.
Dieses „alles ist möglich“ schreckt Adam aber zugleich ab, weswegen er seinen Traum immer weiter aufschiebt. Bis Jessi in sein Leben tritt. Jessi hat Krebs und ihre Prognose ist sehr schlecht. Trotzdem – oder gerade deshalb möchte sie ihre letzte Zeit genießen. Deshalb bittet sie Adam auch, mit ihr einen kleinen Berg zu besteigen.
Am Ende wagen sie nicht nur den Ausflug auf den kleinen Berg, sondern Adam reist auch zum Chimborazo.
Meine Meinung
Ich war von Anfang an von der Geschichte gefesselt und konnte den Roman kaum aus den Händen legen. Vielleicht ist es die Tatsache, dass der Autor von „Die Antwort auf Vielleicht“ selbst Mal Taxifahrer war und eigene Erlebnisse mit einfließen lässt, die den Roman so unglaublich authentisch machen. Vielleicht ist es das Schicksal, das Jessi so hart trifft und den Leser mitleiden und mitzittern und auf ein Happy-End hoffen lassen. Vielleicht ist es die Erkenntnis, die Adam macht, die den Leser direkt mitten ins Herz trifft:
Fazit
Mit Sicherheit ist es ein verdammt toller Roman, an dessen Ende ich eine Träne vergoßen habe, aber gleichzeitig sehr erfüllt war.