Aktion B. wie Brustgesundheit

Am ersten Gesundheitstag der Stadt Wesel waren auch sie mit dabei: die Frauen hinter der Aktion B.

Auf einer Gesundheitsmesse fällt ein kompletter Stand in Pink, wenn sonst eher alles in Weiß oder zur Abwechslung mal Grün gehalten ist, ziemlich auf. Am Stand der Aktion B. gab es neben wunderschönen  in Pink gestalteten Schuhen, die am 26. April in Rahmen einer Ausstellung im Marien-Hospital vorgestellt werden, ein Fotoshooting, zu dem alle Messebesucher eingeladen wurden. Ziel und Zweck war es, sich für Prostata- oder Brustkrebsvorsorge starkzumachen.

Eine gelungene Idee, der ich gerne folgte. Im Gespräch mit einer der engagierten Frauen erfuhr ich, dass Brustkrebs zwar immer noch zu der häufigsten Krebserkrankung bei Frauen gehört, aber, wenn er früh erkannt wird, auch geheilt werden kann. Ein Fakt, den man nicht vergessen sollte, denn zweimal im Jahr zum Frauenarzt zu gehen und zwischendurch die eigene Brust abzutasten, tut niemandem weh und kostet auch nicht viel Zeit.

Ich war selber einmal in der Situation, dass mein Frauenarzt einen nicht definierbaren Knoten bei mir gefunden hat. Die folgenden Stunden und Tage verbrachte ich in einer Blase voller Kummer, Ungewissheit und Angst. Ich hatte Glück und der Alarm erwies sich bei einer Mammografie als falsch, bei vielen wird aus diesen Stunden der Ungewissheit jedoch eine Gewissheit, mit der sie zu leben beginnen müssen. Wie viel ist es aber wert, wenn diese schreckliche Gewissheit einen so früh ereilt, dass noch genügend Möglichkeiten auf Heilung bestehen? Dass das schreckliche K-Wort nicht zum Ende des Lebens führen muss, sondern der Kampf aufgenommen werden kann? Für mich ist klar, Vorsorge kann leben retten und Vorsorge geht uns alle an – egal ob Frauen oder Männer.

Foto: Heike Cervellera

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