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Anyone but you – Anna Carey

Er der Rockstar, sie das unscheinbare Mädchen von nebenan – beide haben einen gemeinsamen Song als Teenager geschrieben, der sie jetzt wieder zusammenbringt. Der Stoff, den Anna Carey für ihren Roman „Anyone but you“ zugrunde legt, ist zwar nicht neu, aber durch verschiedene Zeitebenen vollgepackt mit Emotionen, Witz und Herzschmerz.

Geschichte

Laura und Tadgh lernen sich als Jugendliche kennen. Beide machen Musik und spielen schon bald gemeinsam in einer Band.

Das war das erste Mal, dass ich Zeit mit Tadgh Hennessy verbrachte. Das war das erste Mal, dass ich in einer Band spielte. Und beides wollte ich für den Rest meines Lebens tun, wie mir schlagartig klar wurde. S. 80

Aber nicht nur die Aufregung über das erste Konzert steigt zunehmend, sondern auch die Gefühle von Laura für Tadgh werden zunehmend mehr. Doch was wäre, wenn sie ihm ihre Gefühle gesteht und dann alles kaputt gehen würde? Würde die Band daran zerbrechen? Laura beschließt, ihre Gefühle für sich zu behalten. Doch dann kommt es zum großen Knall.

Erst Jahre später hört Laura wieder von Tadgh, der mittlerweile ein großer Popstar ist. Seine Managerin bittet sie um ein Treffen, denn Tadgh will „ihren“ gemeinsamen Song weiterschreiben. Das Lied, das beide damals angefangen, aber nie beendet haben. Das Lied, das Laura nie vergessen konnte – genauso wie Tadgh und die gemeinsame Zeit.

Manche Mädchen haben vielleicht geträumt, nach der Heirat den Namen ihres Traummanns anzunehmen, aber mir ist nicht ein einziges Mal der Gedanke gekommen, meinen Namen zu ändern. Dafür habe ich oft genug Alle Songs: Hemnessy / McDermott aufs Papier gekritzelt …“ S. 41

Doch kann Laura vergessen, was damals geschehen ist? Und werden sie es schaffen, den Song zu Ende zu schreiben?

Meine Meinung

Rockstar trifft unbekanntes Mädchen und sie verliebt sich in ihn. Diese Thematik ist definitiv nicht neu und trotzdem hat mich der Roman „Anyone but you“ von Anna Carey neugierig gemacht. Eben weil es nicht diese klassische Geschichte ist, in der die Frau den Popstar einfach nur anhimmelt, sondern ihm ebenbürtig ist, denn auch Laura kann Musik machen.

Wir haben ihn immer „unseren Song“ genannt, weil ich es nie geschafft habe, einen richtigen Text zu schreiben, damit er einen richtigen Titel bekommen hätte. Eigentlich war es mein Song. S. 53

Besonders gelungen finde ich den Spannungsaufbau, den Anna Carey perfekt beherrscht. Immer wieder streut sie kleine Andeutungen in die Geschichte ein, die dem Lesenden deutlich machen, dass etwas Drastisches geschehen ist, dass die Freundschaft der beiden beendet hat.

Wegen des Streiks hatte das College früher geschlossen, aber Tadgh und ich hatten uns am zugesperrten Front Gate verabredet. Ich hatte keine Ahnung, dass er das letzte Mal dort auf mich warten würde. S. 371

Doch was genau passiert ist, wird es nach und nach aufgeklärt. Ich bin durch die Seiten geflogen und mochte vor allem Laura, die eher schüchtern wirkt, aber im Laufe des Romans immer mehr an Stärke gewinnt.

Fazit

Ein musikalischer Pageturner mit hohem Suchtfaktor! Wann kommt die Verfilmung?

  • Werbung durch Rezensionsexemplar: Für diesen Blogbeitrag habe ich ein Rezensionsexemplar vom Goldmann Verlag bekommen. Meine Meinung ist davon nicht beeinflusst.

Sarah Weber ist als Journalistin und Bloggerin am Niederrhein unterwegs. 2015 hat sie ihren 2-Fach-Master in Germanistik und Niederlandistik an der Universität Duisburg-Essen abgeschlossen und ist seitdem wieder in ihrer Heimatregion unterwegs. Neben dem Schreiben engagiert sich die Wahlmoerserin auch in der lokalen Kulturszene. Auf ihrem Blog entdeckt die Journalistin die Schönheiten ihrer Heimat und lässt ihre Leser an ihrem Leben teilhaben. Mal ernsthaft, mal amüsant, aber zu 100 Prozent immer authentisch und mit Freude an ihrer Passion - dem Schreiben.

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