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Dagje uit in de Liemers

Kennt ihr die Region „de Liemers“ mit ihren wunderschönen Flüssen, kleinen Städten und weiten Feldern? Nein? Dann wird es Zeit!

Ich gebe zu, dass ich „de Liemers“ vor meinem Tagesausflug auch noch nicht kannte. Dabei liegt die Region im Grenzgebiet zwischen den Städten Arnheim und Emmerich und damit gar nicht weit weg vom Niederrhein.

In etwas über einer Stunde waren wir am Ausgangsort unseres Tagesausflugs angekommen: Dem wunderschönen Städtchen Zevenaar. In Zevenaar gibt es viele schnuckelige Geschäfte und Cafés und Restaurants, die schon von außen das typische „Holland-Feeling“ in mir aufkommen ließen. Bevor wir mit unserer Tour starteten, durften wir uns in der „Turmac Cultuurfabriek“ umschauen.

Für mich ist dieses Zentrum wieder der Beweis, wie gut die Niederländer es verstehen, verschiedene Gewerke und Ideen miteinander zu verbinden. In der Cultuurfabriek befindet sich nämlich nicht nur ein Kino, ein Restaurant, ein Museum, eine Bibliothek und Räume zum Mieten, sondern auch die Stadtverwaltung. Ist das nicht mal eine super Idee? So kann man den Gang zur Stadtverwaltung direkt mit einem Kaffee in dem supergemütlichen und stylishen „Grand Café Hal 12“ verbinden. So haben wir es übrigens auch getan – allerdings ohne dass wir vorher zur Stadtverwaltung mussten 😉

Bevor unsere Tour also richtig gestartet ist, durften wir uns erst mal stärken. Und Lunchen zur Mittagszeit verstehen die Niederländer definitiv! Neben einer leckeren Suppe gab es zwei Brötchen und ein nettes Gespräch mit Ruud van Kimmenade, der in dem Café arbeitet. Er übergab uns nach unserem Snack auch die Schlüssel für unsere E-Scooter, denn zu Fuß sollten wir die wunderschöne Region nicht erkunden, sondern elektronisch.

Mit dem E-Scooter durch de Liemers

Ich fietse gerne und viel, gerade im Sommer, da ich mitten in der Stadt wohne und auch zur Arbeit das Rad nehmen kann. Mit einem Mofa oder Motorrad bin ich jedoch noch nicht gefahren. Umso gespannter waren meine Freundin Viola und ich, wie wir mit dem E-Scooter klarkommen. Eins kann ich vorwegnehmen: Wir haben selten so viel über uns selber gelacht 🙂 Aber nach anfänglichen Startschwierigkeiten haben wir herausgefunden, wie die E-Scooter funktionieren – und sind losgedüst.

Nach einem kurzen Stopp am Fort Geldersnoord in Westervoort, bei dem wir uns das kulturhistorische Nationaldenkmal angeschaut haben, sind wir weiter zum Bauernhof – und Bauernladen „De Horsterhof“ gefahren. Mit dem E-Scooter konnten wir bis zu 30 Stundenkilometer fahren und somit auch eine größere Strecke in kurzer Zeit zurücklegen und waren im Nu beim Bauernhof, der inmitten von riesigen grünen Feldern liegt.

Neben einem Bauerhofladen gibt es viele Felder, auf denen der Inhaber Eddy Hutjes zahlreiche Gemüsesorten anbaut. Hier schlug mein Gemüse- und Naturherz gleich höher! Produkte vom Land, bei denen man den Inhaber kennt und weiß, wo sie herkommen, sind ganz nach meinem Geschmack und ich war froh, dass wir uns in Ruhe umschauen durften und Bekanntschaft mit den Tieren des Hofes machen konnten. Aber seht selbst:

Ich gebe es zu: Das Weiterfahren war gar nicht so einfach, da sich die Hofkatze sehr gerne kraulen ließ und ich mein Herz etwas verloren habe! Da wir aber noch viele weitere, spannende Programmpunkte für unseren „Dagje uit“, wie die Niederländer liebevoll einen Tagesausflug nennen, hatten, ging es weiter für uns. Da wir nun eine etwas längere Strecke zurücklegen mussten, hatten wir genügend Zeit, die Landschaft und die Region „de Liemers“ zu entdecken.

„Even Liemers leven“

Auch wir kamen mit unseren E-Scooter in den Genuss, etwas von der wunderschönen Region „de Liemers“ kennenzulernen und zu (er)leben. Die Region ist geprägt durch das viele Wasser, kein Wunder, ist „de Liemers“ doch umschlossen vom Rhein und der Ijssel. Ich finde es großartig, dass Wasser überall zu spüren und zu sehen. Die Niederlande stehen für mich wie kein anderes Land für diese Verbindung zwischen Wasser und Land und die Region stellt diese Verbindung perfekt dar.

Ab aufs Wasser!

Umso glücklicher waren wir, dass unser nächster Halt am Recreatiepark de Veerstal uns genau dorthin brachte: Aufs Wasser! Nachdem wir unser erstes Mal E-Scooter fahren an diesem „Dagje uit“ erledigt hatten, konnten wir nun auch ein Haken hinter Motorboot fahren setzen. Wenn das jetzt sehr easy klingt, dürft ihr euch gerne unseren Blick vorstellen, als wir die Schlüssel für das Boot erhielten. Wir Landratten hatten beide noch nie ein Boot gefahren – ich denke, kleine Ruderboote zählen nicht – und waren gespannt, auf das Boot und die Handhabung.

Eins vorweg: Es ist wesentlich leichter, als es sich anhören mag. Im Endeffekt gab es ein Steuerrad und einen Hebel, den man betätigen musste. Beim Ablegen haben wir etwas Hilfe bekommen und schon konnten wir aus dem Yachthafen des Recreatieparks de Veerstal rausfahren. Was für ein tolles Gefühl, mit dem eigenen Boot die Gewässer und Seen in der Region de Liemers zu entdecken!

Wir schipperten eine große Runde durch die Gewässer und genossen die Nachmittagssonne, die sich hier und da blicken ließ. Wir ließen uns zwischendurch einfach etwas treiben und beobachten die Schiffe, die ebenfalls unterwegs waren. Was für eine Entspannung! Einfach mal Nichtstun und dem Geräusch des Wassers lauschen: heerlijk!

Nach gut anderthalb Stunden ging es für uns dann wieder zurück nach Zevenaar. Die Abendsonne begleitete uns bei unserer Heimfahrt und tauchte „de Liemers“ in wunderschönes Abendlicht. Natürlich mussten wir da auch ab und zu mal anhalten, um ein Erinnerungsfoto zu schießen. Kurz vor Zevenaar wurde es dann aber doch langsam etwas kühler und wir waren froh, uns bei einem Abendessen noch Aufwärmen zu dürfen, bevor es zurück Richtung Heimat ging.

Zum Abendessen wurden wir im „Eethuisje de Minnarij“ erwartet. Die Location hatten wir schon bei unserer Ankunft am Anfang des Tages aufgrund des wunderschönen Anblicks entdeckt. Gleich zu Beginn bekamen wir eine Karte, auf der unser 4-Gänge-Menü erläutert wurde. Mir lief – im wahrsten Sinne des Wortes – das Wasser im Mund zusammen. Das Team des Eethuisjes de Minnarij versteht es, leckere Kombinationen zu kreieren. Aber überzeugt euch selbst:

Hunger bekommen?

Wir freuten uns auf jeden Fall sehr, in der gemütlichen Atmosphäre als Abschluss dieses erlebnisreichen Tages zu essen und wurden auch nicht enttäuscht. Mein Magen knurrt direkt wieder, wenn ich mir die Fotos anschaue und an das sagenhaft leckere Essen denke. Das Team kümmerte sich liebevoll um uns und wirklich jeder Gang wird hier mit ganz viel Liebe und Leidenschaft zubereitet – das sieht und schmeckt man!

Kugelrund und etwas kaputt ging es für uns danach wieder zurück zum Auto und auf den Heimweg – gefüllt mit ganz vielen neuen Eindrücken und tollen Erlebnissen in der Region de Liemers, die ich jeden von euch ans Herz legen kann. Wie wäre es mit einem Dagje uit in de Liemers?

Folgt mir gerne auf Instagram und Facebook und erfahrt, wenn es etwas Neues gibt. Tot ziens und bis zum nächsten Mal!

  • Werbung: dieser Blogbeitrag ist in Kooperation mit der Agentur „Mediamixx“ für die Region „de Liemers“ entstanden und enthält Verlinkungen und Tipps rund um die Region!

Sarah Weber ist als Journalistin und Bloggerin am Niederrhein unterwegs. 2015 hat sie ihren 2-Fach-Master in Germanistik und Niederlandistik an der Universität Duisburg-Essen abgeschlossen und ist seitdem wieder in ihrer Heimatregion unterwegs. Neben dem Schreiben engagiert sich die Wahlmoerserin auch in der lokalen Kulturszene. Auf ihrem Blog entdeckt die Journalistin die Schönheiten ihrer Heimat und lässt ihre Leser an ihrem Leben teilhaben. Mal ernsthaft, mal amüsant, aber zu 100 Prozent immer authentisch und mit Freude an ihrer Passion - dem Schreiben.

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