Weihnachtsmarkt-Report Teil 5

Der letzte Weihnachtsmarkt führte mich in die alte Römerstadt Xanten. Ich muss gestehen, dass dieser Besuch für mich, durch die Anschläge in Berlin, einen besonderen Beigeschmack hatte. Auf der Autofahrt nach Xanten gingen ein, zwei Gedanken in Richtung des schrecklichen Attentats. Und gleichzeitig der feste Wille, meinen Weihnachtsmarktbesuch in der Domstadt nicht davon überschatten zu lassen.

Wenn man in Xanten auf den Weihnachtsmarkt geht, der sich direkt auf dem Marktplatz befindet, kommt man nicht umher die kleine zauberhafte Altstadt mit in den Besuch einzubeziehen. Nicht allein nur, weil die Geschäfte unmittelbar um den Weihnachtsmarkt herum platziert sind (oder besser gesagt, der Weihnachtsmarkt um sie herum), sondern vielmehr, weil der Charme der Stadt und der bezaubernden Häuser den Weihnachtsmarkt beeinflusst und mit trägt.

Selten habe ich einen Weihnachtsmarkt erlebt, der sich so harmonisch in das Bild der Stadt einfügt. Der kleine, aber sehr feine Markt fällt vor allem durch seine großen weißen Zelte auf, die den Glühwein- und Kakao-Fans, Schutz vor Kälte und Nässe bieten. Eine sehr gelungene Idee. Einzig das große Zelt am Anfang des Marktes, wirkt eher etwas partymäßig als gemütlich.

Bewaffnete Polizisten vs. Weihnachtsstimmung

Genauso, wie in allen anderen Städten, drehen allerdings auch hier mit Maschinengewehren bewaffnete Polizisten die Runden. Ich muss gestehen, bis ich die zwei Polizisten gesehen habe, war jeder Gedanke an Anschläge fortgewischt. Nun muss ich doch kurz schlucken. Das Bild von diesen schwer bewaffneten Männern passt so gar nicht in diese idyllische kleine Stadt, die mit ihren vielen Lichtern, die pure Weihnachtsstimmung ausstrahlt.

Nachdenklich gehe ich an einen Stand mit Sternen vorbei, der mir bereits so oder so ähnlich auf anderen Weihnachtsmärkten begegnet ist. Jedes Mal ziehen die wunderschönen Sterne mich in ihren Bann und auch heute verfehlen sie nicht ihre Wirkung. Ganz spontan beschließe ich, mir einen Stern zu kaufen. Das Foto dieser wunderschönen Sterne bezaubert mich noch lange nach dem Besuch des Xantener Weihnachtsmarktes und zeigt das, was ich mir zu dieser Zeit für alle Menschen wünsche: Etwas Licht in der Dunkelheit und das Gefühl, zur Besinnung zu kommen.

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