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Ein Licht als Zeichen

Es gab Große und Kleine. Dicke und Dünne. Rote, Weiße, Gelbe. Egal wie sie aussahen, eins hatten sie alle gemeinsam: Sie leuchteten an diesem Abend alle besonders hell, um an die grauenvollen Taten von vor 72 Jahren zu erinnern.

Am 27. Januar, 72 Jahre nach der Befreiung der Opfer des Nationalsozialismus aus Auschwitz, lud das Moerser Bündnis für Toleranz und Courage zur Lichterkette durch die Moerser Innenstadt ein. Eine wundervolle Idee, die bereits seit mehreren Jahren ausgeführt wird. Die Menschen, die sich am Altmarkt in Moers einfanden, konnten nicht unterschiedlicher sein: Alte, Junge, jeglicher Nationalitäten, jeglicher Religionen – alle wollten an die Vergangenheit erinnern, damit sie nie wieder zur Gegenwart werden kann.

Ein schönes Bild, als quer durch die Innenstadt eine Menschenkette entstand, die alle eine Kerze angezündet hatten, um ihre Solidarität und ihren Gedanken (und Gedanken) Ausdruck zu verleihen. Es muss nicht immer etwas Kompliziertes sein, um zu zeigen, wo man steht. Nicht nur im Kopf, sondern auch im Herzen. Ich hoffe, dass die Lichter noch lange in unseren Herzen weiter brennen und die Vergangenheit unvergessen machen.

Sarah Dickel ist als Journalistin und Bloggerin am Niederrhein unterwegs. 2015 hat sie ihren 2-Fach-Master in Germanistik und Niederlandistik an der Universität Duisburg-Essen abgeschlossen und ist seitdem wieder in ihrer Heimatregion unterwegs. Neben dem Schreiben engagiert sich die Wahlmoerserin auch in der lokalen Kulturszene. Auf ihrem Blog entdeckt die Journalistin die Schönheiten ihrer Heimat und lässt ihre Leser an ihrem Leben teilhaben. Mal ernsthaft, mal amüsant, aber zu 100 Prozent immer authentisch und mit Freude an ihrer Passion - dem Schreiben.