Die Suche nach dem Gück

Das Buch “Glücksorte am Niederrhein” von Barbara Klein war der Auslöser. Die Autorin präsentiert dort 80 verschiedene Glücksorte. Für unsere Fotografin, Heike Cervellera, und mich Grund genug dem Mal nachzugehen und uns selbst auf Glückssuche zu begeben.

Drei Orte sollten es bei uns sein. Drei Orte, an denen wir uns auf Glückssuche begeben. Als Erstes verschlug es uns zur Himmelstreppe nach Neukirchen-Vluyn. Wenn eine Treppe in den Himmel nicht glücklich macht, was dann? Nun ja, der Aufstieg auf die Halde Norddeutschland, wo sich die Himmelstreppe befindet, war erst mal eher anstrengend, als glücklich machend. Es sind schon ein paar Stufen, die der Glückssuchende bewältigen muss. Oben angekommen haben wir beide erst mal tief durchgeschnauft. Die Sonne glitzerte auf uns herab, und als ich dann in die Luft gesprungen bin, hatte ich es: Mein allererstes Glücksgefühl an diesem Tag.

Weiter ging es für uns zum Wandelweg nach Kamp-Lintfort. Dort spazierten wir den Wandelweg entlang und entdeckten wunderschöne Weiden, die zu tollen Fotomotiven verleiteten. Der Spaßfaktor war auf jeden Fall mehr als gegeben. Nachdem wir weiter gelaufen sind, haben wir dann das Glück gefunden. Das Glück von anderen Menschen. Auf der Hochzeitswiese können nämlich Paare einen Baum pflanzen. Eine sehr schöne Idee, der wir definitiv den Glücksfaktor verleihen.

Unser letztes Ziel führte uns in den Schlosspark nach Moers. Unschlüssig liefen wir durch den weit angelegten Park. Schön ist er, gar keine Frage. Aber machte er uns auch glücklich? Wir liefen weiter und entdeckten dann, ganz unverhofft, das kleine Glück, das uns an den Füßen vorbeiwatschelte: eine kleine Nilgansfamilie mit neun kleinen Nilgänsen. Vollkommen verzaubert von dem Augenblick beschließen wir, dass es das ist: Das wahre Glück, welches manchmal in den ganz kleinen, unverhofften Dingen liegt.

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