Open-Air-Kino-Report Teil 2: Düsseldorf Airport

Ready for take off hieß es am Düsseldorfer Airport. Gestartet wurde dann aber ausschließlich ins Kinovergnügen.

Ein Open-Air-Kino an einem Flughafen? Ungläubig schüttelte ich zuerst den Kopf, als ich davon erfuhr. Wie sollte man bei all dem Lärm denn irgendetwas verstehen? Die Antwort lautet: Funkkopfhörer. Und das, das OpenAirport in Düsseldorf noch wesentlich mehr zu bieten hat, sollt sich auch schnell herausstellen.

Bei den Anmerkungen zum Event musste ich schmunzelnd lesen, dass man etwas mehr Zeit einplanen solle, schließlich müsse man durch den Sicherheitsbereich. Einen Sicherheitscheck fürs Kino hab ich in der Tat noch nie erlebt und wie läuft das Anstellen für diesen Check? Na, brav in der langen Schlange wie am Schalter. Urlaubsfeeling inklusive. Als wir dann auf die Aussichtsterrasse, auf der das Event stattfindet, traten, wurden wir direkt mit einer einmaligen Aussicht belohnt. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber alleine das Starten und Landen von Flugzeugen zu sehen, lässt bei mir Fernweh aufkommen. Aber eine schöne Art von Fernweh bei der man sich ganz weiß weg träumt, überlegt, wohin dieser und jener Flieger wohl geht und welche Menschen dort drin sitzen. Genau das Richtige also, für kleine Träumerinnen, wie mich. So waren die anderthalb Stunden zwischen Ankunft und Filmbeginn auch relativ schnell um, zumal es nicht nur einen Getränke- und Snackstand gab, sondern uns auch gratis ein wunderschönes Naturhighlight geboten wurde: Ein Sonnenuntergang, der die leichten Wolken in sämtliche Farben der Farbpalette tauchte – Sommerstimmung pur!

Als es dann dunkel wurde, erschien auf der Leinwand der Hinweis, dass jetzt die Kopfhörer aufzusetzen seien. Ein Anblick für die Götter. Alle Zuschauer sitzen mit ihren Kopfhörern auf dem Kopf auf ihren Plätzen und nicken sich zu, um zu verdeutlichen, dass ihre Kopfhörer funktionieren. Herrlich. Schon vor dem Film war mir aufgefallen, dass die Geräuschkulisse, die ich wesentlich lauter erwartet hätte, sehr gering war. Die Kopfhörer taten ihr Übriges dazu, um den Film ohne Probleme zu verstehen. Im Programm lief “Mein Blind Date mit dem Leben”. Ein Film, der auf eine wahre Geschichte beruht. Der junge Protagonist erhält die Nachricht, dass er nur noch 5 Prozent seiner Sehkraft habe. Er gibt sich aber nicht auf und folgt trotzdem seinem Wunsch, eine Hotellehre in Münchens Fünf-Sterne-Hotel, dem Bayerischen Hof, zu machen. Ein wirklich toller Film, dem ich gespannt folgte. Nur ab und zu ging mein Blick nach links, wo ich die Flugzeuge beim Landen sehen konnte. Seufzend lag ich, nach diesem tollen Kinoabend,  im Bett und träumte mich in den Schlaf.

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