Winterwundertage – Karen Swan

Eine verschneite schottische Insel im Dezember, eine alte Whisky-Destillerie und zwei Menschen, die sich auf den ersten Blick nicht mögen.

Die Voraussetzungen für ein gutes Buch sind bereits mehr als gegeben. Karen Swan gehört mit zu meinen Lieblingsautorinnen. Ihren Roman Winterglücksmomente habe ich auch schon rezensiert und verschlungen. Klar also, dass auch der neue Roman “Winterwundertage” auf meiner Bücherliste stand.

Zu Weihnachten beziehungsweise im Winter darf es zudem gerne etwas Winterliches sein, sodass der neue Roman von Karen Swan wie gerufen kam. Mit viel Schnee und einem alten Gebäude auf dem Cover sprach mich der Roman direkt an und versprach viele gemütliche Stunden mit einem warmen Kakao auf meinen Lieblingssessel.

Cover von “Winderwundertage” von Karen Swan. Cover: Random House Verlag

Die Geschichte:

Die junge und meist beherrschte Unternehmensberaterin Alex Hyde wird meist für die richtig schwierigen Fälle angefragt. Sie hilft Unternehmern dabei, erfolgreich(er) zu werden, in dem sie sie coacht. Für ihren aktuellen Fall muss Alex auf die schottische Insel Islay, denn dort wartet ein ausgewachsener Familienstreit in der Kentallen-Destillerie auf die Unternehmerin. Klar, dass der Erbe genau dieser Destillerie ein gut aussehender, aber scheinbar emotionsloser Mann ist, an dem Alex sich die Zähne ausbeißt. Als die Destillerie ernsthaft in Gefahr ist, findet Alex allerdings noch ganz andere Dinge heraus, die Lochlan Farquhar, dem jungen Erben, den Job kosten könnten.

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich mich mit dem Roman “Winterwundertage” schwergetan habe. Normalerweise braucht es nur ein paar Seiten und ich versinke total in die Geschichten von Karen Swan. Dieses Mal habe ich sehr lange gebraucht und auch zum Ende hin bin ich mit dem Roman nicht richtig warm geworden. Zum Teil lag es an der sehr detaillierten Beschreibung der Whisky-Destillerie und allem, was damit zu tun hat. Ein Beispiel:

Momentan ist es in den Staaten noch so festgelegt, dass jedes Bourbonfass nur einmal benutzt werden darf. Aber das wollen sie jetzt ändern. Die Whiskyindustrie benötigt jährlich drei Millionen ausgereifte Fässer, und diese Nachfrage kann in Großbritannien selbst nicht befriedigt werden. – Seite195

Detaillierte Beschreibungen wie diese findet der Leser zuhauf im Roman und erschweren teilweise den Lesefluss, insbesondere wenn man sich auf einen leichten Roman für Sonntagnachmittags oder vor dem Schlafen gehen, einstellt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich hingegen nur langsam und lediglich auf den letzten 150 Seiten wird die Geschichte etwas packender. Die Einbindung einer Vorgeschichte, die sich parallel zum Erzählstrang entwickelt, ist zwar sehr interessant, aber teilweise auch verwirrend und erst zum Ende des Romans wird deutlich, was es damit auf sich hat.

Fazit:

Ein Roman, den ich eher Whisky-Liebhabern empfehlen würde.

*Werbung durch Rezensionsexemplar